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ZUR EINFÜHRUNG.

Der nachfolgenden ausführlichen Erläuterung aller Einzelheiten der vorliegenden Ausgabe, welche wegen der internationalen Verbreitung derselben lateinisch gegeben ist, seien einige Bemerkungen über ihre Entstehung und jetzige Umgestaltung vorausgeschickt.

Im 19. Jahrhundert gab es neben den großen wissenschaftlichen Ausgaben, die für den gewöhnlichen Gebrauch zu teuer waren, meist nur billige Abdrucke des sog. Textus receptus, welcher, letztlich auf Erasmus (1516), bzw. die von ihm benutzten späten Handschriften zurückgehend, durch die Buchdrucker Stephanus (1546 ff.) und Elzevier (1624 ff.) zu allgemeiner Verbreitung gekommen war und durch Erasmus ja auch der Lutherübersetzung zugrunde liegt. Deshalb wollte mein Vater D. Dr. Eberhard Nestle (1851-1913) eine Ausgabe herstellen, welche bei billigem Preis einen wissenschaftlich gesicherten Text in schöner und praktischer Ausstattung bieten sollte. Er verzichtete dabei bewußt darauf, eine eigene subjektive Textbearbeitung zu geben, sondern wollte den Ertrag der Arbeit des 19. Jahrhunderts möglichst objektiv darbieten. Deshalb legte er die führenden Ausgaben von Tischendorf (T) 1) und Westcott-Hort (H) zugrund und benützte, wo diese auseinandergehen, bei der 1. Auflage (1898) die Ausgabe von Weymouth, von der 3. an die inzwischen fertig gewordene von B. Weiss (W) zum Stichentscheid, indem er die Lesart der Mehrzahl bzw., wo alle drei auseinandergehen, die „mittlere" Lesart in den Text setzte, die anderen am unteren Rand wiedergab; dazu führte er auch die von H am Rand und im Anhang gebrachten Lesarten auf. Er war sich dabei bewußt, daß auch dem so gewonnenen Text eine gewisse Einseitigkeit anhafte, insofern, als alle drei Herausgeber im wesentlichen den großen ägyptischen Codices folgten, wobei nur T in begreiflicher Entdeckerfreude den von ihm gefundenen Sinaiticus (N) bevorzugte, während H (und ähnlich W) im Vaticanus (B) den ältesten „neutralen“ Text sahen. Demgegenüber wollte 1) Die genauen Titel siehe S. 11* ff.

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