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audy von seiner Eividifte. 10,000 Pfund idhrlich zur gelegt habe. . .. • Im folgenden Tage. beschloß das Haus eine Adresse an Se. Majeståt, worin sie eine Bermeh: rung, des prinzlichen Eintommens von 10,000 Pfund jáhrlich aus der Civiliste bercilligten; ferner bestimma ten sie eine Auszahlung von der Civiliste von 161,000 Pfund zur Bezahlung feiner Soulden, und von 20,000 Pfund zur Beendigung der Bauten in Carls ton House, die das Parlament ju übernehmen vers fprady; allein weder die Schulden wurden bezahlt, noch die Bauten beendigt.

Was die erwähnte Heirath und die Erklärung von For anbetrifft, so war der Prinz selbst durch die Verlegenheit beunruhigt, worein ibn dieser Eifer verwidelt hatte. Ein dffentlicher und vollständiger Widerruf von dem, was so bestimmt behauptet worden, würde auf seinen Vertheidiger einen üblen Schein geworfen, und die Sache nur noch ernsts bafter gemacht haben, als sie schon an fich war ; hátte er aber seine eigne Behauptung abgeleug. net, so war daran durchaus nicht zu denten, Die lady und ihre Famile fühlten sich nicht mit Unrecht beleidigt, daß diefe Sache vor das Parlas

nient gebracht worden war. 4. Zudo die. Nation war nicht zufrieden gestellt, und zu der Zeit, wo die Frage über die Regentschaft entstand, brachtë. Syerr. Rolle diese Angelegenheit wieder im Unterhause vor, wo fie einige stürmische Debatten zur Folge hatte, wie wir spåter sehen werden.

Die nächste Gelegenheit, wo der Prinz von Wales Gegenstand des allgemeinen TagesgefprådiB wurde, gab die beunruhigende. Kránklichkeit des stos nige zu Ende des Jahres 1788. Die ersten Sym: ptome seiner Krankheit zeigten fich zu. Anfange De tobero, und sie nahmen ro fehr überhand, daß man pas gewöhnliche. Lever zu St. James am 17. vers schieben mußte, welches dann am 24. Statt fand, wo Se. Majestát sich wohl genug befand, dabei eri scheinen zu können. Da nun am 1. Nov, ein Rüds fall eintrat, und fein Zustand schlimmer. wurde, ers hielt der Erzbischof von Canterbury Befehl, ein Kira chengebet für deg Königs Genesung, aufzufeßen, und Rundschreiben wurden an die Glieder beider Haus fer erlassen, um sich den 20. November, wo das Parlament prorogirt werden sollte, häufig einzus finden. Der Stanzler regte die Lords von des Könige Uebelbefinden in Stenntniß, und Pitt. that

dasselbe im Unterhaufe. Da diese Sigung nicht auf die gewöhnliche Weise eröffnet werden konnte, fo schlug man einen Uufschub"pon vierzehn Tagen Por, nach deren Verlauf es, wenn des Königs Uebels befinden fortdauern folte, ihre Pflicht-woáre, unmite telbar in Erwägung der offentlichen Angelegenheiten einzufdireiten. Das am 14. Decembeę wieder versams melte Parlament erhielt einen Bericht von dem geo heimen Staatsgathe , der das Gutachten der køniglichen Leibáczte enthielt. Hon .

M i ri... 54. „Die Lage der Ungelegenheiten, sagt ein Schrift: steller damaliger Zeit, war in jener Zeit besonders critisch. Der Prinz von Wales, deffen Händen die Regierung des Landes wahrscheinlich anvertraut wers den mußte, fúblte, wegen ihres. Benehmens gegen ihn tiefen Haß gegen die damaligen Minister und geigte underhohlen, feine Zuneigung zu der Pers fon und der politischen Meinung des Herrn For. Diefer ausgezeichnete Mann war bei der ersten Nadie richt von des Königs Unwohlfein mit unglaublicher Schnelligkeit von einer Sommerveise auf den Sons tinent zurúdgekehrt, und in Betracht eines bevorste. henden Ministerwechself hielt man allgemein dafür, daß man Maßregeln zur Bildung einer neuen Vers waltung getroffen habe, die aus den vorzüglichsten Mitgliedern, Lord North aufgenommen," besteher und worin der Herzog von Portland den Vors file führen folle. Die Politik der Opposition wis derfekte fich mit Nachdrud jedem Gedanken von uns nůßem Beczuge. Fok, Burke und Andere von dieser Partei zweifelten indeß , ob das Parlament in den gegenwärtigen Falle mit dieser unbezweifelten Gewißs heit von aller Verbindlichkeit,“ wie es bisher gethan, fich losmachen könnte. Die Wichtigkeit dieses Eins wurfs wurbe - sehr schwach bestritten, und ein Auss schuß von 21 Personen in jedem Hause niedergefeßt, die Meinung der königlichen Leibárzte zu untersuchen. Der Bericht des Uusíd usses 'wurde am 10. December auf die Tafel im Unterhause niedergelegt. 218 Here Pitt darauf antrug, einen andera Wusschuß nieberzus feßen, um die Berichte für ein solches Verfahren, wie ef bel frühern Vorfäden Statt gefunden hatte, nacha zusehen, wann die höchste Uutorität durch Krankheit, Alter, oder tegend eine andere Ursache aufgehoben worden wäre." ..

Noch hißigere Debatten fanden in den : baca auffolgenden Zagen Statt, woraus nur zu deutlich die Abricht der Minister hervorging, daß, wenn Sie

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dem Prinzen bie Uusübung der töniglichen Uutoritat! im Namen des Königs auch zugestanden, sie ihm dies felbe doch nur unter gewissen Einschränkungen übers laffen wollten. Auch der Anfang des Jahres 1789 fah noch nicht die Beendigung dieses Streits , und er würde noch langer gebauert haben, wenn nicht bie königlichen Leibårzte ihn durch die Nachricht von des Königs Besserung unterbrochen: hätten. Um 10. März verkündete man endlich die vollständigeBeserung des Königs. Die Freude darüber war alls gemein, und als Se. Majestát, am 23. Upril, in feierlicher Procession, die Paulskirche befuchte, um bem höchsten Wefen, fein Dankopfer barzubringen, feierte mani dieß "glúdliche Ereigniß auf die glänzendste Weise. : :... :? .. ." - - Merkwürdig ist, daß bei dieser Gelegenheit das Seländische Parlament einen ganz andern Weg eins schlug, als das Englisde. Sowie die Krankheit des Königs außer allem Zweifel war, schlug Herr Eas noly, am 11. Februar 1789, eine Adresse an den Prinzen von Wales. vor, wodurch er ersucht wurde, fogteich die Regierung des Königreicho, so lange die Unfähigkeit Sr. Majeft&t fortbaure , zu übernehmen. Am 16. wurde eine ähnliche Adreffe : auch im Ober

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